Kann man das Grundschullehramt ohne Abitur in Hessen ausüben?

Hessen hat eines der strengsten Schulsysteme, was die Vorgaben für Lehrerinnen und Lehrer angeht. Trotzdem gibt es auch hier einige Möglichkeiten, wie man als Grundschullehrer bzw. Grundschullehrerin tätig sein kann, ohne das man ein Abitur besitzt. Hier kommen die sogenannten Quereinsteiger und die damit verbundenen Sonderregelungen ins Spiel. Ohne Abitur eine solche Stelle zu besetzen, ist in der Regel deutlich schwieriger, dies gilt jedoch nicht nur für Hessen sondern für praktisch jedes Bundesland. Man hat hier die Möglichkeit, statt dem Abitur über die Ausbildung, die man im Vorfeld absolviert hat, eine pädagogische Weiterbildung zu machen. In manchen Bereichen nennt sich dieser auch AdA. Mit diesem abgeschlossenen Kurs kann man sich dann an das jeweilige Bildungsamt wenden, in diesem Fall Hessen. Von dort aus kann man in verschiedenen Schulen eingesetzt werden, muss jedoch noch einige zusätzliche Prüfungen direkt beim Bildungsträger, also dem hessischen Bildungsamt ablegen. Erst wenn diese Bestanden sind, kann man den Titel als Lehrer bekommen. Vor Abschluss dieser Prüfungen ist es maximal möglich als Hilfslehrer zu arbeiten bzw. als pädagogische Hilfskraft. Voraussetzungen hierfür sind aber immer Qualifikationen in einem bestimmten Bereich sowie eine pädagogische Qualifizierung, bevor man überhaupt als Quereinsteiger beginnen darf.

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